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Mineralstoffe: worum es sich handelt und wozu sie dienen

Von grundlegender Bedeutung und mit wohltuenden Eigenschaften. Diese beiden Definitionen fassen perfekt die Charakteristiken der Mineralstoffe zusammen. Es handelt sich um für unseren Organismus unabkömmliche Nährstoffe, da sie Teil der Zellen unseres Körpers werden und so zu lebenswichtigen Funktionen beitragen, wie z. B. die Sauerstoffversorgung der Zellen, die Bildung und Funktionstüchtigkeit von Knochen und Zähnen, die Regulierung des korrekten Wasser-Salz-Gleichgewichts des Körpers, u.s.w. Dem hinzu fördern sie die Muskelspannung mit positiven Auswirkungen auf das zentrale Nervensystem.


MAKROELEMENTE UND OLIGOELEMENTE

Die bekannten Mineralstoffe sind mehr als 50, auch wenn die für unseren Organismus am wichtigsten wenig mehr als 20 sind; je nach der Menge, in der sie sich in unserem Körper befinden, werden sie in Makroelemente (über 50 mg. je kg. Körpergewicht) und Oligoelemente (weniger als 50 mg. je kg. Körpergewicht) unterteilt. Zu den Makroelementen gehören Natrium, Kalium, Kalzium, Phosphor, Chlor, Schwefel und Magnesium, während Eisen, Fluor, Jod, Selen, Chrom, Mangan, Kupfer, Zink, Kadmium und Bor zu den Oligoelementen gehören.

Einige Mineralstoffe sind von grundlegender Bedeutung für den Körper des Menschen und ihr Mangel kann nicht nur zu leichten Gesundheitsstörungen, sondern auch zu regelrechten Krankheiten führen. Natriummangel verursacht z. B. Müdigkeit, Krämpfe und Schlaflosigkeit, während Kaliummangel die korrekte Muskelspannung beeinträchtigt. In der Tat handelt es sich bei beiden um Elemente, die die Menge und die Verteilung des Wassers innerhalb und unter den einzelnen Zellen regulieren: Natrium speichert Wasser, Kalium hingegen führt es ab. Beide regulieren, in Zusammenwirkung mit Kalzium und Magnesium, sämtliche Zellfunktionen, besonders jene, die den Herzmuskel, das Nervensystem und die Skelettmuskeln anregen.

Wenn man unter Stress steht, kann die Menge der Mineralstoffe in unserem Körper schwanken, da einige Hormone, wie z. B. Adrenalin und Kortisol, die vom Organismus in Notfällen produziert werden, eine Natriumstauung bewirken und den Verlust von Kalium verursachen. Aber auch während des Sommers oder nach einer intensiven, körperlichen Anstrengung ist es notwendig, den Mineralstoffgehalt des Organismus auszugleichen, da unser Körper dazu neigt, Mineralstoffe beim Schwitzen zu verlieren. In diesen Fällen reicht es, auf einen Mineralstoffkomplex oder ein Sportgetränk zurückzugreifen, um den Kaliumverlust wieder auszugleichen. Ein Geheimtipp: Ein Glas Wasser mit einem Esslöffel Apfelessig am Morgen oder eine Banane garantieren eine unmittelbare Kaliumzufuhr.

Wenn es hingegen an Eisen mangelt, kommt es zu Anämie, während ein ernsthafter Kalziummangel riskiert, unsere Knochen zerbrechlicher zu machen. Unter anhaltendem Stress, wenn unser Geist mit unzähligen Angelegenheiten befasst ist, kann sich der Magnesiumgehalt in unserem Körper verringern. Es handelt sich um den Mineralstoff, der für die Weiterleitung der Nervenimpulse und die Aufnahme des Sauerstoffs seitens des Gehirns dient: Ein Mangel an diesem Element hat nicht nur Auswirkungen auf unser Gedächtnis und unsere Lernfähigkeit, sondern kann, sollte der Mangel besonders groß sein, auch zu ernsthafteren Störungen wie Reizbarkeit, Angst- und Beklemmungsgefühle und, in einigen Fällen, Depression führen.

EIN ERFOLGREICHES TEAM

Die wichtigsten Mineralstoffquellen sind Obst und Gemüse, die uns mit diesen Substanzen versorgen, welche sie vom Erdboden aufnehmen. Eine ausgeglichene und abwechslungsreiche Ernährung deckt problemlos unseren Tagesbedarf an Mineralstoffen. Hier eine Liste der Speisen, die diese wertvollen Elemente enthalten.

Kalzium macht etwa 40% der in unserem Organismus vorhandenen Mineralstoffe aus und ist damit das am reichhaltigsten vertreten. Es ist wichtig für die Bildung und Stärke der Knochen und Zähne, aber auch grundlegend für die Spannung der Muskelfasern und für die Blutgerinnung. Die empfohlene Tagesration reicht von 800 mg. bis 1200 mg. Milch, Joghurt und Käse sind die reichhaltigsten Magnesiumquellen für unseren Körper.

Phosphor, ebenso wie Kalzium, ist für Knochen und Zähne wichtig und in Milch, Käse, Fisch und Wurstwaren enthalten.

Eisen ist ein grundlegender Bestandteil des Hämoglobins, d. h. jenes Blutproteins, das den Sauerstoff in die verschiedenen Gewebe transportiert. Das wichtigste Symptom für einen Eisenmangel (Anämie) ist ein generelles Müdigkeitsgefühl. Eisen ist in Fleisch, Eiern, Innereien und Wurstwaren allgemein enthalten.

Magnesium dient für die Muskelaktivität, die Aktivierung der verschiedenen Enzyme und die Synthese der Proteine. Die reichhaltigsten Magnesiumquellen sind Schalentiere, Eier, Fleisch, Hülsenfrüchte und pflanzliche Vollwertkost, wie z. B. Kleie.

Kalium, wie bereits oben erwähnt, ist von Bedeutung, da es die Muskelspannung fördert und das Wasser-Salz-Gleichgewicht des Körpers reguliert (d. h. für die richtige Menge an Wasser und Salz im Organismus sorgt), ebenso wie das Säure-Basen-Verhältnis. Kalium findet sich vor allem in Hülsenfrüchten, Fleisch, Obst und Bierhefe.

Zink trägt zu einem korrekten Stoffwechsel bei und erleichtert so die Verdauung. Da es zu einem Bestandteil der Enzyme wird, die das Kohlendioxyd in die roten Blutkörperchen transportieren, kann ein Mangel an Zink in unserem Organismus die Heilfähigkeit von Verletzungen verlangsamen und eine verstärkte Freisetzung von freien Radikalen verursachen, die für die Alterung unseres Körpers verantwortlich sind. Zink ist vor allem in Milch, Leber und Meeresfrüchten enthalten, aber auch in Pilzen, Kakao, Walnüssen und Eigelb.

Kupfer ist grundlegend für den korrekten Gebrauch seitens unseres Körpers von Eisen und ist in praktisch allen Speisen enthalten, ebenso wie in Trinkwasser.

Chrom nimmt am Stoffwechsel von Zucker und Fettstoffen teil, d. h. an der Verwandlung dieser Nährstoffe, die in unserem Organismus stattfindet. Man findet es in großen Mengen in Fetten, pflanzlichen Ölen, Bierhefe, Fleisch, Vollwertgetreide, Weichtieren und Käse.

Jod wird zu einem Bestandteil der Schilddrüsenhormone, bei denen es sich um Substanzen handelt, die in unserem Organismus den Sauerstoffverbrauch und den Energiestoffwechsel regulieren. Diesen Mineralstoff findet man vorwiegend in Meeresfrüchten, Eiern und Gemüse, aber er kann auch über die Atemwege aufgenommen werden, während man am Meeresufer entlangspaziert, möglichst frühmorgens.

Fluor ist der hauptsächliche Bestandteil des Zahnschmelzes und schützt uns vor Karies. Man kann es mit Trinkwasser, Tee, Fisch, Meeresfrüchten und Soja aufnehmen.

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