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Gavi oder Cortese di Gavi
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Klassifizierung: DOCG (Denominazione di Origine Controllata e Garantita - Kontrollierte und garantierte Ursprungsbezeichnung)
Farbe: mehr oder weniger intensiv strohgelb
Anbaugebiet: Piemont
Mindestalkoholgehalt: 10,5%
Verwendete Rebsorten: Cortese (100%) |
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Bis vor nicht allzu langer Zeit war Cortese di Gavi einer der vielen italienischen Qualitätsweine mit der Auszeichnung DOC (Denominazione di Origine Controllata - Kontrollierte Ursprungsbezeichnung). Dank seiner Qualität und der unermüdlichen Arbeit, die in den lokalen Weinkellern geleistet wurde, erhielt er 1998 als Anerkennung für seine einzigartigen Vorzüge die Auszeichnung DOCG (Denominazione di Origine Controllata e Garantita - Kontrollierte und garantierte Ursprungsbezeichnung).
Es handelt sich um einen Wein, der für Feinschmeckerlokale konzipiert ist. An der Riviera in Ligurien ist er beispielsweise sehr verbreitet und wird bevorzugt zu Fisch und Schalentieren getrunken. Ideal kombiniert sich dieser Wein mit Hummercreme oder frischen Austern. In Süditalien wird er gern zu Rigatoni auf neapolitanische Art getrunken, einem klassischen Rezept der Küche Neapels. Das Anbaugebiet ist eine beschränkte Zone in den Hügeln bei Alessandria. Kerngebiet ist dabei die Gemeinde Gavi, die dem Wein seinen Namen gegeben hat. Gavi ist auch als Standort für die Erzeugung des Dolcetto bekannt, einer weiteren Perle des Piemonts.
Es handelt sich um einen Wein mit mehr oder weniger zarter, strohgelber Farbe. Der Geruch ist charakteristisch und delikat, der Geschmack ausgesprochen harmonisch, frisch, trocken und angenehm. Er wird auch als natürlicher Schaumwein (spumante naturale) oder natürlicher Perlwein (frizzante naturale) hergestellt.
Die Rebsorte Cortese, die diesen Wein hervorbringt, geht auf antike Ursprünge zurück. Konkrete Zeugnisse sind allerdings nur aus der näher zurückliegenden Vergangenheit (Ende des 18. Jahrhunderts) erhältlich. Wie häufig, sind auch hier Legenden entstanden, um die Lücken der Geschichtsschreibung auszufüllen. So erzählt ein Volksmärchen, dass die Tochter des Frankenkönigs Clodomir einst in dem heutigen Gavi Zuflucht vor dem väterlichen Zorn gesucht habe, nachdem man am Hof ihre Hochzeit nicht gebilligt hatte. Eine Dame, die jene sanften Hügel so sehr liebte, dass man sich noch heute an ihr edles Benehmen (cortese, it. = höflich, von "höfisch") erinnert.
Inwieweit Dichtung und Wahrheit in dieser Legende verschmelzen, ist schwer zu sagen. Ein Grund mehr für eine persönliche Fahndung vor Ort, zum Beispiel in der zweiten Septemberwoche, wenn in Gavi das Festival dell'Uva e del Cortese stattfindet. Dieses Weinfest bietet Gelegenheit zur Degustation der Amaretti (Süßspeise aus Amaretto), ein weiteres Produkt dieser Gegend des Piemonts.
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