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Barolo
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Klassifizierung: DOCG (Denominazione di Origine Controllata e Garantita - Kontrollierte und garantierte Ursprungsbezeichnung)
Farbe: granatrot mit orangefarbenen Reflexen
Anbaugebiet: Piemont
Mindestalkoholgehalt: 13%
Verwendete Rebsorten: Nebbiolo in den Untervarianten Michet, Lampia und Rosè |
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WENN WEIN ZUM KUNSTWERK WIRD |
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Es handelt sich um einen der großartigsten italienischen Weine. Aufgrund seiner besonderen Vorzüge wurde er mit dem Qualitätsprädikat DOCG (Denominazione di Origine Controllata e Garantita - Kontrollierte und garantierte Ursprungsbezeichnung) ausgezeichnet. Sein Glück verdankt dieser edle Tropfen dem Weitblick der Marquise von Barolo, Giulia Falletti. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts verwandelte sie den lieblichen Wein, den man damals aus der Rebsorte Nebbiolo erzeugte, in einen trockenen Wein. Eine wahre Revolution, an der auch der Schöpfer der politischen Einheit Italiens, Camillo Benso, Conte di Cavour beteiligt war (Turin, 1810 - 1861; liberaler Politiker, wurde auch als "Italiens Bismarck" bezeichnet). Er trug indirekt dazu bei, das Fürstenhaus Savoyen mit diesem Wein bekannt zu machen, woraufhin die Monarchen zu überzeugten Anhängern der aktuellen Anbaumethoden wurden.
Neben der hochwertigen Rebsorte sind einwandfreie Weinherstellungstechniken erforderlich, um einen Barolo zu erzeugen. Zu den Auflagen der Erzeugungsrichtlinien gehört eine Alterung von mindestens drei Jahren, von denen mindestens zwei in Fässern aus Eichen- oder Kastanienholz erfolgen müssen. Erst nach fünf Jahren Lagerung wird das Prädikat "riserva" (Reserve) verliehen. In diesem Zeitraum bereichert sich das Bouquet dieses Weines - der über eine wirklich beachtliche, aber stets ausgewogene Struktur verfügt - um fruchtige und nach Blüten duftende Noten, mit einem Hauch von Lakritze.
Es ist zulässig, einem alten Barolo zur qualitativen Verbesserung bis zu 15% eines gleichwertigen jüngeren Barolo hinzuzufügen oder umgekehrt. Es ist hingegen verboten, den Barolo mit Zusatzbezeichnungen wie "extra", "fine" (fein), "selezionato" (Auslese) oder ähnlichen Adjektiven zu versehen.
Im Hinblick auf gastronomische Kombinationen wird der Barolo meist mit Schmorbraten in Verbindung gebracht. Aber im Grunde gewinnen alle Wildgerichte durch die Bereicherung mit Barolo, vom Hasenpfeffer (lepri in civèt) bis zum Fasan in salmì (scharf gewürzte Zubereitung im Schmortopf). Unter den ersten Gängen ist die ausgezeichnete Kombination mit einem Gericht aus Rohrnudeln zu erwähnen: Tortiglioni mit Hackfleischragout und Auberginen. Darüber hinaus harmonisiert Barolo mit Hartkäsesorten. Die höchste Entfaltung findet er jedoch als Meditationswein, das heißt als Reingenuss, fern von den Mahlzeiten.
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