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Artischocken
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Identitätskarte
Name: Artischocke
Produkt: Kopf der gleichnamigen Pflanze, die ursprünglich aus dem Mittelmeerraum stammt
Farbe und Konsistenz: Das Herz dieses Gemüses ist von "brattee" umgeben, d. h. von grün-violetten Schutzblättern
Anbaugebiet: In ganz Italien, besonders in Mittel- und Süditalien und auf den Inseln
Verzehr: roh oder gekocht |
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Wenn man sie auf dem Feld betrachtet, aufrecht und von stachligen Blättern umgeben, kann die Artischocke den Eindruck einer seriösen und etwas widerspenstigen Pflanze erwecken, aber in Wahrheit "schlägt" im Inneren dieser kalium- und magnesiumreichen Gemüsesorte ein weiches Herz.
Wichtig ist es, sie richtig anzugehen, sie mit Muße zuzubereiten und zu lernen, sie traditionsgerecht zu genießen. Um ihre Charakteristiken wahrhaft schätzen zu lernen, sollten Artischocken allerdings sehr frisch und mit einer intensiv grünen Farbe verzehrt werden.
Klein und jung können Artischocken roh verzehrt werden, als Salat mit ein wenig Öl und Zitrone oder mit einem ganz normalen Dressing, das man auch für Kopfsalat verwendet. Wenn sie hingegen bereits eine gewisse Größe erreicht haben, kann man die Artischockenherzen roh verwenden, während der Rest des Gemüses gekocht werden sollte, um auch die äußersten Blätter zart und essbar zu machen.
Die Zubereitung von Artischocken stellt keine besondere Schwierigkeit dar, es reicht, sie zu säubern und in einen kleinen Topf mit ein wenig Öl, Salz und Wasser bis zum Rand zu geben. Man lässt das Ganze bei schwacher Hitze 40-45 Minuten kochen, bis die Flüssigkeit angedickt ist und die Artischocken zart gekocht sind.
Ein wahre Spezialität, für deren Zubereitung man allerdings ein wenig Erfahrung braucht, sind die berühmten Artischocken "alla giudia" (wörtlich "Judasartischocken"), die nach den Regeln der jüdisch-römischen Küche frittiert werden. Schneller zubereitet sind hingegen frittierte Artischockenherzen (sehr bequem hierfür sind tiefgekühlte Artischockenherzen), die in 10 Minuten servierfertig sind: Es reicht, sie in einer Pfanne mit Knoblauch, Öl, Peperoncino (getrockneten Pfefferschoten) und einer handvoll Petersilie anzubraten.
Artischocken sind Hauptdarsteller zahlreicher Pasta- und Reisgerichte und eignen sich hervorragend als Sauce mit ein wenig Kochsahne und einer gehackten Schalotte. Allerdings sollte man sie auch zu Venusmuscheln probieren (wenn möglich ohne Schale), zusammen mit Bavette oder Tagliatelle aus Eierteig.
Die Wahl des Weins kann unter Umständen problematisch werden, aufgrund des besonderen Geschmacks dieser Gemüsesorte. Für das oben genannte Gericht mit Venusmuscheln empfehlen wir einen duft- und aromareichen Falanghina, während zu frittierten Artischockenherzen sehr gut ein Lambrusco Reggiano passt, mit seinem unverwechselbar frischen und lieblichen Geschmack.
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