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Extranatives Olivenöl

Identitätskarte:

Name: Extranatives Olivenöl (Olio extravergine di oliva)

Produkt: Extranatives Olivenöl darf ausschließlich durch Kaltpressung erzeugt werden und darf keiner anderen Behandlung unterzogen werden. Der Säuregehalt muss weniger als 1% betragen.

Reife und Ernte: Variabel je nach Olivensorte

Anbaugebiet: Olivenbäume wachsen vorwiegend in den Küstenregionen des Mittelmeerraumes.

Klassifizierung: In Italien tragen ungefähr dreißig Ölsorten die Schutzmarken DOP (Denominazione d'Origine Protetta - Geschützte Ursprungsbezeichnung) oder IGP (Indicazione Geografica Protetta - Geschützte geographische Angabe).
Für die Herstellung eines biologischen, extranativen Olivenöls müssen die vom Landwirtschaftsministerium verabschiedeten Erzeugungsrichtlinien befolgt werden. Darüber hinaus wird das Öl einer Zertifikation unterzogen.

Anmerkungen: Historiker sind der Ansicht, dass die Phöniker den Olivenanbau entlang der Mittelmeerküste verbreiteten.


FLÜSSIGES GOLD

Olivenöl ist eines der grundlegenden Elemente der Mittelmeerküche.

Seit der Antike ist bekannt, dass Olivenöl die Gesundheit fördert. Denn im Vergleich zu tierischen Fetten (Butter) und anderen Pflanzenfetten (Margarine) ist Olivenöl ernährungsmedizinisch gesehen wertvoller.

Durch Pressung werden unterschiedliche Öle aus den Oliven gewonnen. In der Mittelmeerküche wird extranatives Olivenöl bevorzugt, sowohl roh als auch zum Kochen. Gegenüber anderen Fetten besteht sein Vorteil unter anderem darin, dass es keiner anderen Behandlung als der Pressung unterzogen werden darf und einen Säuregehalt von weniger als 1% aufweisen muss.

Wer sicher sein will, ein Öl geschützter Herkunft erstanden zu haben, sollte eines der ungefähr dreißig Öle mit den Schutzmarken DOP (Denominazione d'Origine Protetta - Geschützte Ursprungsbezeichnung) oder IGP (Indicazione Geografica Protetta - Geschützte geographische Angabe) wählen.

Olivenöle weisen je nach dem Anbaugebiet mitunter sehr unterschiedliche Eigenschaften auf. Durch die geschützte Ursprungsbezeichnung sollen die typischen Eigenschaften des jeweiligen Anbaugebiets, aus denen ein extranatives Olivenöl stammt, geschützt werden. Von Gegend zu Gegend ändern sich die grundlegenden Merkmale eines Öls: Die Farbe reicht von strohgelb bis grün, der Geschmack erinnert nicht nur an frische Oliven, sondern kann auch fruchtig sein oder an bestimmte Gemüsearten erinnern. Das Aroma kann schließlich mehr oder weniger ausgeprägt sein. Unter den bekanntesten geschützten Ursprungsbezeichnungen sind Brisighella, Colli del Trasimeno, Apruntino Pescarese und Val di Mazara zu erwähnen. Olivenöl von höchster Qualität wird ebenfalls in zahlreichen anderen italienischen Regionen produziert, angefangen von der Toskana und Apulien bis Lukanien (in Süditalien) und der Umgebung des Gardasees.

Seit Kurzem sind auch einige biologische Olivenöle auf dem Markt erhältlich. Diese Öle stammen aus Olivenhainen, die weder mit chemischen Düngern, noch mit Schädlingsbekämpfungsmittel behandelt werden.

Ein ausgezeichnetes Gericht sind Farfalle mit einem Schuss Olivenöl, Sesamkernen und geriebenem Parmigiano Reggiano.

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