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Turin - die junge Stadt
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| Turin zwischen Kunst, Schokolade und Nachtleben. Wenn die geschäftige, ganz auf ihre Arbeit konzentrierte Signora ihre Berufskleidung ablegt, präsentiert sich die alte Hauptstadt des Hauses Savoyen wieder als lebendiges Kunstzentrum, als Dreh- und Angelpunkt von Stilrichtungen und Tendenzen. Eine Stadt, in der kulinarische Neuheiten oder andere Innovationen mit neu entdeckten oder auch niemals vergessenen Traditionen verschmelzen. Denn wie könnte ein Ort, der als Wiege der Schokolade berühmt ist, farblos sein? |
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Turin ist per Definition die Schokoladen-Hauptstadt. Unser Gourmet-Trip zwischen den Schönheiten dieser nüchternen und raffinierten Stadt beginnt deshalb bei den traditionellen Schokoladengeschäften, die den Besucher bereits mit ihren Schaufenstern in ihren Bann ziehen. An erster Stelle steht hier das Bicerin in Piazza della Consolata, ein vom Grafen Cavour heiß geliebtes Café, der hierher kam, um sich von den rauen politischen Angelegenheiten zu erholen. Seit 1763 wird in diesem im Stil des 19. Jahrhunderts erhaltenen Lokal eine Mischung aus Kaffee, Schokolade, Milch und Sirup serviert, eben das "bicerin" - ein Meilenstein der einheimischen Tradition. Hat man Körper und Geist mit diesem köstlichen Trank gestärkt, führt ein Spaziergang auf den Hauptwegen Turins zum Palazzo Reale. Auf der Piazza Castello ist der Anblick der historischen Bauten der Stadt überwältigend: Neben der Residenz der Herrscher Savoyens aus dem 18. Jahrhundert erhebt sich auch der Palazzo Madama, eines der ältesten Bauwerke der Stadt. Im Zentrum des Platzes reicht das Auge bis zur Kirche San Lorenzo, einem anderen Gebäude des europäischen Barocks, das von Guarino Guarini geplant wurde. Die Geschichte erzählt, die so unauffällige Fassade von San Lorenzo sei auf Betreiben der Herzöge von Savoyen entstanden, die über die Schönheit des Erstentwurfs Guarinis verärgert waren, da dieser die anderen Bauwerke an der Piazza, Symbole ihrer herzoglichen Macht, in den Schatten zu stellen drohte. Nicht weit von der Piazza Castello entfernt ragt das Wahrzeichen Turins empor, die Mole Antonelliana: Mit seiner Höhe von 167 m hätte dieses Bauwerk im Jahr 1863 ursprünglich eine Synagoge werden sollen und beherbergt heute das Nationalmuseum der Filmkunst. An dieser Stelle ist wohl ein Abstecher zum Corso Moncalieri angesagt, wo sich die berühmte Konditorei Peyrano befindet: Hier sollte man unbedingt die mit Hefeteig gefüllten Kakao-Grissini kosten. |
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So viel zur Tradition. Die Stadt Turin hat jedoch in den letzten Jahren bewiesen, dass sie einen jungen Geist besitzt, der internationale Tendenzen aufzunehmen weiß und durch seine starke Persönlichkeit bereichert neu anzukurbeln vermag. Der beste Ort, um diese neue Strömung wahrzunehmen, ist das Quadrilatero Romano, das von Via Garibaldi, Via XX Settembre, Piazza della Repubblica und Via Bligny eingegrenzte Stadtviertel, das sich am einstigen Standort des alten römischen Castrums erstreckt. Eines der ausgefallensten Lokale ist sicher das auf sibirische Küche spezialisierte Sibiriacky in Via Bellezza. Das Fusion Café in Via Sant'Agostino dagegen bietet eine beeindruckende Form der Gastfreundschaft durch eine Verschmelzung von Essen und Kunst. Die Küche, der Architekturstil, die Düfte und die Musik des Lokals spiegeln eine Mischung aus italienischen, französischen und orientalischen Elementen wider und das Ambiente präsentiert sich als Ausstellungsraum für bekannte Künstler und Newcomer. Der Palazzo in Via Conte Verde, der die erste Turiner Zeitung Gazzetta del Popolo beherbergte, ist heute Sitz des Paris Texas, ein wegen seiner Aperitife heiß begehrtes Ziel, das in den psychedelischen Farben der 60er Jahre ausgestattet ist und oft jungen Turiner Künstlern als Atelier dient. Ebenfalls in Via San Agostino findet sich die Vineria Tre Galli, ein bei den Fans des Aperitifs sehr beliebtes In-Lokal, in dem zusammen mit hervorragenden Speisen Weine aus ganz Italien und dem Ausland verkostet werden können. In-Treffpunkt vor allem im Sommer sind die Murazzi: der lange, von Napoleon erbaute Kai am Po, der erst kürzlich dank des Booms von Restaurants, Lokalen und Diskotheken, die die jungen Leute in dieses Viertel zurückgeholt haben, von seinem Verfall gerettet wurde. Es besteht nur die Qual der Wahl: Die am häufigsten angesteuerten Ziele zum Tanzen sind das Alcatraz mit seiner so sehr New York ähnelnden Atmosphäre und das Jammin'. Die Anhänger der Black Music findet man im Doctor Sax, während die südländische Seele im Olè Madrid auf ihre Kosten kommt, wo malerische Wandbilder den Hintergrund für spanische Küche und spanische Musik abgeben. |
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Hotel Concord Adresse: Via Lagrange, 47 Telefon: +39.011.5176756 Fax: +39.011.5176305 Preise: 280 Euro, inclusive Frühstück Internet: www.atahotels.it E-mail: prenotazioni@hotelconcord.com
Im Herzen der Altstadt befindet sich dieses Luxushotel mit 139 Zimmern, von denen 5 als Suiten ausgebaut sind. Das Hotelrestaurant zeichnet sich durch seinen gepflegten Service und die traditionellen Speisen des Piemont aus, die auf raffinierte Art neu kreiert werden.
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