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Auf Entdeckungsreise der Stadt von Dante

Manchmal genügt Kunst alleine nicht, um eine Stadt wie Florenz in vollen Zügen zu genießen. Es gibt in der Tat noch weitere Aspekte der lokalen Kultur, die größerer Aufmerksamkeit wert sind.

Beginnen könnte man mit der toskanischen Gastronomie: Die Stadt bietet hierzu zahlreiche Gelegenheiten, da noch heute viele Lokale traditionelle Gerichte anbieten, allen voraus die Fiorentina, das Florentiner Beef Steak.

Dieses besondere Fleischstück entstand in einer Laurentiusnacht, als auf den Plätzen der Stadt Ochsenviertel gebraten wurden. Der Name "bistecca" ist einer Gruppe englischer Reisender zu verdanken (nach dem englischen "beef-staek"). Es handelt sich um ein Fleischstück vom Rücken mit Filet, Lendenstück und dem T-förmigen Hüftenknochen in der Mitte und Kennern nach, darf die Fiorentina nicht dicker als zwei Finger sein und muss mindestens 600-800 Gramm pro Portion wiegen. Die florentinische Gastronomie beschränkt sich allerdings nicht nur auf die "bistecca", wie die Florentiner das Steak kurz nennen, da die toskanische Küche auch für andere Spezialitäten berühmt ist. Hier muss auf einen wahren Tempel für Gourmets hingewiesen werden, die Weinschänke Pinchiorri, die sich, abgesehen von allen anderen Vorzügen des Lokals, in einem herrlichen Rennaissancepalast in der zentralen Via Ghibellina befindet.


NICHT NUR FLORENTINER STEAKS
Wenn man von Weinen spricht, kommt man automatisch auf den Chianti Classico, der aus den Rebsorten Sangiovese, schwarzer Canaiolo und toskanischer Trebbiano gekeltert wird und dessen Ruhm inzwischen weit über die Landesgrenzen hinaus reicht, so dass er zum Symbol Italiens in aller Welt wurde.

Allerdings wäre es schade, wenn man, im Rausch des Aromas des "Fiorentina", die Pecorini aus dieser Gegend vergessen würde: Schafskäsesorten, die man mit einem guten, bitteren Honig und einem passenden Chianti probieren sollte.

Zum Schluss sollte man es sich nicht entgehen lassen, ein paar Cantuccini, ein klassisches Trockengebäck aus Mandeln, Eiern und Mehl, Prachtstück und Symbol der lokalen Konditorkunst, in ein Glas Vin Santo, einen aromatischen Dessertwein, zu tunken.
VON DER VORSPEISE BIS ZUM DESSERT
Es lohnt sich wirklich, eine vollständige Verkostung einzuplanen, die mit den gepfefferten Crostini, auf dem Feuer gerösteten Brotscheiben, mit Hühner- und Kaninchenleber beginnt und mit Suppen fortfährt, unter denen besonders jene mit Kichererbsen oder Dinkel hervorragen.

All dies mit nativem Olivenöl aus den toskanischen Hügeln, welches auch einfache Gerichte, wie z. B. die Schwarzkohlsuppe, zu einer Köstlichkeit macht. Die Pappardelle, breite Bandnudeln, sind in dieser Gegend ein besonders beliebter erster Gang. Sie passen gut zu den verschiedensten Fleischsaucen, von Wild bis Ente. Eines der typischsten Gerichte sind Pappardelle mit Hasensauce, oder, wie man in Florenz sagt, "sulla lepre".

Sollte es zufällig Freitag sein, dann sollte man versuchen, eine Gaststätte zu finden, in der traditionsgemäß Baccalà, Stockfisch, serviert wird.

Er wird gedünstet und in einer mit nicht allzu dicken Tomatensauce serviert, die man bis zum letzten Tropfen mit toskanischem Brot auftunkt, das selbstverständlich "sciocco" sein muss, das heißt ungesalzen.
RESTAURANTS

Enoteca Pinchiorri
Via Ghibellina 87
Florenz
Tel.: +39.055.242777
Ruhetage: Sonntag, Montag, Mittwoch mittags
Gedecke: 60


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